„To live means to leave traces“ (Walter Benjamin)

… das schöne Zitat habe ich heute aus Louisiana mitgenommen – nein, nicht aus dem Staat der USA, sondern aus dem Museum of Modern Art in Humlebaek (DK). Aber fangen wir die heutige Geschichte ganz vorne an… und zwar…

Gestern nach der Arbeit habe ich mir einen Kurzurlaub gegönnt ;) Plan war, mit dem Öresund-rund-Zugticket 1x den Öresund zu umrunden (wie der Name ja schon sagt), dabei von Malmö (SE) in den Norden zu fahren bis nach Helsinborg (SE), mit der Fähre über zu setzen nach Helsingör (DK) und von dort die Küsten entlang wieder bis nach Kopenhagen. Zeit hatte ich 2 Tage (so lange gilt das Ticket).
Um 15 Uhr hab ich also Feierabend gemacht und ab ging es an den Bahnhof in Malmö. Wegen Zugausfällen und Jugendlichen auf der Strecke vor Malmö gab es allerdings eine „Zugknappheit“ am Bahnhof – 30 Minuten später – ich wollte meinen Urlaub schon fast abblasen – kam doch noch mein Zug und ab ging es gen Norden (mit gefühlten Millionen anderer Leute, ein Gequätsche und Gedränge, keine Sitzplätze, ein Traum). Nach „nur“~30 Minuten erreichte der Zug Landskrona (SE), wo ich die Zitadelle anschauen wollte, also raus aus dem Zug, ab in den Bus… und natürlich hat es mega angefangen zu schiffen… bei einem Wechselspiel aus Sonne, Regen und krassem Wind erkundete ich also Landskrona (der ausgedruckte Stadtplan half leider nichts, denn der Ausschnitt wo ich war, war leider nicht auf dem Plan). Auf der Suche nach der Zitadelle habe ich aber ein schönes Backstein-Rathaus entdeckt, schöne kleine Schrebergärtchen mit roten Häuschen und schwedischen Flaggen und natürlich hab ich mir das Meer angeguckt (ich kann davon nicht genug bekommen) – die Zitadelle letztendlich war mikrig und nicht schön (@ Angie: die Schweden haben es mit Schlössern und Co. echt nicht drauf – erst muss man suchen und dann findet man nur „Schrott“?!).
Weiter ging die Reise nach Helsingborg (SE) im Norden (was immer noch sehr südliches Schweden ist), ein schönes Städtchen, was direkt gegenüber von Helsingör (DK) liegt. Dort ist glaube ich auch die schmalste Stelle des Öresund… In Helsingborg wollte ich eigentlich auch übernachten, jedoch habe ich keine Unterkunft gefunden, die meinen Anforderungen entsprach und mich entschlossen, doch einfach in mein eigenes Bettchen zu hüpfen und 1,25h bis nach Kopenhagen zurück zu fahren. Immerhin hatte ich ja Urlaub, war relativ entspannt, da kann man das ja mal machen ;) noch ein paar Schnappschüsse der Stadt runter vom beleuchteten „Kärnan“ (der Turm in Helsingborg, der den Rest von einer ehemaligen Festung ist) und ab ging es nach Hause… manchmal muss man Pläne eben ändern (das Ergebnis der Planung sind Pläne – hab ich im Studium gelernt! – und die sind nur dafür da, um sie zu ändern). Die ersten 2 Bilder zeigen übrigens Helsingborg am Abend.

Heute – neuer Tag, neues Glück – ging es bei Regen in Kopenhagen los (ach ja, wir haben nur noch so 12°C, ohne Mütze geht gar nichts mehr!). Ab an den Bahnhof und mit dem Öresundzug (siehe Foto, ich finde es ja immer noch komisch, dass die vorne so „abgehackt“ sind – aber man gewöhnt sich an alles und ich nehm diese Züge ja täglich) nach Norden. Es dauerte ca. 30 Minuten, da kam ich in Humlebaek (DK) an. Dort befindet sich das Museum of Modern Art „Louisiana“. Alle hatten mir nur Gutes berichtet und dort Stunden verbracht, um das interessante Gebäude, Gelände und die Ausstellungen zu erforschen. Meine Ewartungen waren groß – zu groß! Es war wirklich toll, direkt am Meer, tolle Architektur, tolle Ausstellungen, cooler Museumsshop – ABER: ich hatte mehr erwartet. Merke also: lieber mal was unternehmen, wo man nicht weiß, was einen erwartet, dann kann man nicht wirklich enttäuscht werden. Naja, Enttäuschung wäre jetzt auch zu viel gesagt, aber mehr wie „war schön“ kann ich nicht behaupten.
Kommen wir also zum spannenderen Erlebnis des Tages: ich bin nach dem Museum nämlich nach Helsingör (DK) weiter, süßes Städtchen, bekannt für das Hamletschloss (Kronborg Slot). Das hatte ich mit Karin und Thomas im Mai schon angeschaut, aber nach 5 Monaten kann man sich sowas ruhig (aus der Ferne) nochmal antun ;) und vor allem von der Fähre aus (witzigerweise hieß die „Hamlet“, hehe) sah das Schloss echt cool aus… schaut euch die Bilder an:

Und somit war ich wieder in Helsingborg (SE). Déja-vue? Oh ja :) aber sehr nett! Und erneut ging es 1,25h mit dem Zug zurück nach Kopenhagen. heute konnte ich allerdings noch bisschen rausgucken – gestern war es schon kuhnacht…
Ein bisher SEHR gelungenes WE mal wieder. Und es ist ja noch nicht mal rum… so ein Kurzurlaub – auch ein abgeänderter Kurzurlaub – tut wirklich gut :) entspannte Grüße also aus dem Norden – von einer Deutschen zwischen Schweden und Dänemark?! Eure Dani

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