endlich Wochenende…

Eigentlich sind meine Wochenenden hier oben im Norden vor allem für eines gut: zum Ausschlafen (zumindest mal bis 8 oder so, hehe), Wäsche waschen, aufräumen, putzen, endlich mal wieder kochen, einkaufen gehen – also zum Nützliches machen :) aber natürlich versuche ich mich dann auch immer zu belohnen: zum Beispiel mit einem Spaziergang um die Seen, wenn die Sonne mal rausguckt… oder mit einem kleinen Ausflug nach Stuttgart (muss ja auch mal sein – danke an alle, die mir den kurzen Heimaturlaub so versüßt haben!). Schaut euch die ersten 3 Bilder an, Kopenhagen sieht bei Sonnenschein wunderschön aus und auch mit dem Zug fahren macht manchmal Spaß (z.B. wenn man nen tollen Sonnenuntergang sieht oder eben mal wieder auf die Fähre muss und 1000e Vögel draußen sieht).

Nachdem ich also wieder heil in Kopenhagen angekommen bin (nach einem 15h-Nachtzug-Abenteuer, geilen Tagen daheim mit grandiosem Essen und einer 11h Fahrt wieder hoch, um hier mitten in der Rad-WM anzukommen, wo kein Bus mehr den gewohnten Weg fährt, geschweigedenn noch Zeiten oder Stops einhält), gab es auch mal eine Belohnung unter der Woche: Ikea-Ausflug zum Hotdog+Zimtschnecke-Abschieds-Abendessen mit Juliane und Lena (2 deutsche Praktis, Juliane hatte ihre letzte Woche). Man wird es kaum glauben, aber der ca. 800m Fußweg zwischen Zug und Ikea-Eingang wurde uns tatsächlich zum Verhängnis: aus einem leichten Tröpfeln bei strahlendem Sonnenschein wurde ein richtiger Platzregen, mit jedem Meter wurde die Schrittgeschwindigkeit erhöht, jedoch erreichten wir den Eingang pitschnass triefend, von Kopf bis Fuß klatschenass – aber trotzdem konnten wir uns am Regenbogen überm Parkplatz erfreuen und auch triefend kann man schwedische Möbel begucken – und dabei wohl wie eine Schnecke eine „Schleim“spur bis zum HotDog-Stand hinterlassen ;) 1 muss man den Schweden lassen: Zimtschnecken machen, können sie!

Dafür hatte ich aber diese Woche endgültig genug von dem dänischen Rugbrød… also musste ich mir doch mal selber Brot zaubern ;) deutsche Handarbeit und viel Liebe führen zu einem genial knusprigen Ergebnis (wer mal probieren will, darf gerne vorbei kommen – aber beeilen, denn ich bin gierig).

… so, und nun noch zu den restlichen Bildern: neben waschen, backen und einkaufen, stand dieses Wochenende nämlich auch ein Ausflug unter Kollegen an. Lena (die Praktikantin mit der ich jetzt schon öfters mal was unternommen habe), ihr Chef (Personalchef) und ich haben heute Schweden unsicher gemacht.
Wir sind zum in der Nähe von Ystad liegenden „Ale Stenar“ gefahren – erinnert an Stone Henge, aber auf Schwedisch. 59 Steiner bilden die Form eines Schiffes und sind wohl eine alte Grabanlage (laut Wikipedia aus der Vendelzeit, 600 n. Chr.) – ein schwedischer Amateurarchäologe ist aber der Meinung die Anlage sei ein Sonnenkalender aus der Bronzezeit… wer weiß?! Ich fand es außerordentlich cool anzugucken (bin rumgehüpft wie ein kleines Kind) und das geniale war, dass dieses „Schiff“ direkt an der Küste liegt, an einer steilen Küste. Es kam einem vor, als würde dort die Welt „abbrechen“ – denn der Nebel hüllte die eine Seite in Ungewissheit, das Meer auf der anderen Seite ging nahtlos in den Horizont über und alles erschien etwas surreal :) sehr cool!
Nach einem kurzen Stop in Ystad – nett, klein, aber etwas tot an einem Sonntag – ging es weiter die Südküste entlang zum südlichsten Punkt in Schweden. Eigentlich nicht spektakulär, aber immerhin kann ich nun behaupten, dort gewesen zu sein ;) witzig war dort: es sind nur noch 314km nach Berlin, dafür aber 510km nach Stockholm (und 61km bis zum geliebten Kopenhagen).
Haben auch noch einen Stop an einem wunderschönen Sandstrand (Falsterbro) gemacht… traumhaft :) und die Sonne hat uns heute sehr verwöhnt – Vitamin D für den kommenden Winter getankt! Geniales WE hinter mir… Dani

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